Wird Wasser zum neuen Stickstoff?

Der Agrarsektor hat in den letzten Jahren große Fortschritte bei der Wasseraufbereitung, -einsparung und -wiederverwendung gemacht. Insbesondere im Gewächshausgartenbau sind seit 2018 die Einleitungen von Rückständen aus Pflanzenschutzmitteln durch den Einsatz individueller (BZG-zertifizierter) oder gemeinschaftlicher Wasseraufbereitungsanlagen zurückgegangen. Grundlage des Ansatzes bildet die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), wobei das Jahr 2027 einen wichtigen Meilenstein darstellt und die Wiederverwendung und Kreislaufwirtschaft von Wasser zur Norm wird.

Die aktuelle Lage hinsichtlich der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) im Hinblick auf das Jahr 2027 ist jedoch besorgniserregend. Obwohl sich die Wasserqualität verbessert, wird erwartet, dass die Niederlande die Ziele für 2027 hinsichtlich des chemischen und ökologischen Zustands des Wassers nicht vollständig erreichen werden. Für den Agrarsektor bedeutet dies, dass der Druck, Maßnahmen zur Reduzierung von Nährstoffen (Stickstoff/Phosphat) und Pflanzenschutzmitteln zu ergreifen, enorm zunimmt, vergleichbar mit der Stickstoffkrise.

Wichtigste Punkte zum aktuellen Stand (2025/2026)

  • Ziele sind noch nicht in Sicht: Für einen sehr großen Teil der Gewässer sind die Ziele für Ende 2027 noch nicht in Sicht. Der Rli (Rat für Umwelt und Infrastruktur) hatte bereits zuvor gewarnt, dass die derzeitige Politik unzureichend sei.
  • Emissionen aus der Landwirtschaft: An etwa der Hälfte der Messstellen werden Düngemittel und Pflanzenschutzmittel in zu hohen Konzentrationen festgestellt. Dies ist eine der Hauptursachen für die mäßige Wasserqualität.
  • Verstärkte Maßnahmen: Mit einem landesweiten WRRL-Impulsprogramm und regionalen Initiativen (u. a. in Brabant, Utrecht und Südholland) wird alles getan, um die Wasserqualität zügig zu verbessern.
  • Genehmigungen: Genehmigungen werden „WRRL-konform“ gestaltet, was bedeutet, dass Einleitungen aus der Landwirtschaft strenger geprüft werden.

Was bedeutet das für den Agrarsektor?

Der Agrarsektor steht vor einer großen Herausforderung, insbesondere was die Reduzierung von Stickstoff, Phosphat und Pestiziden im Wasser angeht.

  • Pflanzenschutz: Die Regierung arbeitet daran, die Zulassung von 11 Wirkstoffen, die den Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie entsprechen, in Einklang mit den geltenden Normen zu bringen.
  • Pufferstreifen: Die verpflichtende Einrichtung von Pufferstreifen entlang von Wasserläufen ist eine wichtige Maßnahme, um das Auswaschen von Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln zu verhindern.
  • Baggermanagement: Die Forschung zum wasserqualitätsorientierten Ausbaggern (Ausbaggern zur Beseitigung von Verschmutzungen) wird intensiviert, was Auswirkungen auf die Grabenpflege durch Landwirte haben kann.
  • Düngemittelpolitik: Die Verschärfung des Nitrat-Aktionsprogramms (NAP) ist Teil des Konzepts.

Fazit

Der „Anreiz“ ist groß, da die Nichterreichung der Ziele zu rechtlichen Hindernissen führen kann (Wasser ist das neue Stickstoff). Die kommenden Jahre bis 2027 stehen im Zeichen maximaler Anstrengungen, woraufhin eine Bewertung des erreichten Zustands folgt. Es scheint, dass ein ganzheitlicher Ansatz am wirksamsten sein wird. Dabei muss sowohl die Quelle als auch sicherlich die Behandlungsmethoden betrachtet werden, die in manchen Fällen aus mehreren Techniken bestehen müssen. Vor allem ist der Ansatz von Fall zu Fall maßgeschneidert, wobei mehrere Disziplinen zusammenkommen müssen.

Eine Herausforderung bei diesem Ansatz? Unsere Experten von Agrozone und der Aurora Group unterstützen Sie gerne!

Laden Sie diese Datei herunter:
Wir danken Ihnen für Ihr Interesse!
Datei herunterladen
Huch! Beim Absenden des Formulars ist etwas schief gelaufen.

Wird Wasser zum neuen Stickstoff?

Wird Wasser zum neuen Stickstoff?

Der Agrarsektor hat in den letzten Jahren große Fortschritte bei der Wasseraufbereitung, -einsparung und -wiederverwendung gemacht. Insbesondere im Gewächshausgartenbau sind seit 2018 die Einleitungen von Rückständen aus Pflanzenschutzmitteln durch den Einsatz individueller (BZG-zertifizierter) oder gemeinschaftlicher Wasseraufbereitungsanlagen zurückgegangen. Grundlage des Ansatzes bildet die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), wobei das Jahr 2027 einen wichtigen Meilenstein darstellt und die Wiederverwendung und Kreislaufwirtschaft von Wasser zur Norm wird.

Die aktuelle Lage hinsichtlich der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) im Hinblick auf das Jahr 2027 ist jedoch besorgniserregend. Obwohl sich die Wasserqualität verbessert, wird erwartet, dass die Niederlande die Ziele für 2027 hinsichtlich des chemischen und ökologischen Zustands des Wassers nicht vollständig erreichen werden. Für den Agrarsektor bedeutet dies, dass der Druck, Maßnahmen zur Reduzierung von Nährstoffen (Stickstoff/Phosphat) und Pflanzenschutzmitteln zu ergreifen, enorm zunimmt, vergleichbar mit der Stickstoffkrise.

Wichtigste Punkte zum aktuellen Stand (2025/2026)

  • Ziele sind noch nicht in Sicht: Für einen sehr großen Teil der Gewässer sind die Ziele für Ende 2027 noch nicht in Sicht. Der Rli (Rat für Umwelt und Infrastruktur) hatte bereits zuvor gewarnt, dass die derzeitige Politik unzureichend sei.
  • Emissionen aus der Landwirtschaft: An etwa der Hälfte der Messstellen werden Düngemittel und Pflanzenschutzmittel in zu hohen Konzentrationen festgestellt. Dies ist eine der Hauptursachen für die mäßige Wasserqualität.
  • Verstärkte Maßnahmen: Mit einem landesweiten WRRL-Impulsprogramm und regionalen Initiativen (u. a. in Brabant, Utrecht und Südholland) wird alles getan, um die Wasserqualität zügig zu verbessern.
  • Genehmigungen: Genehmigungen werden „WRRL-konform“ gestaltet, was bedeutet, dass Einleitungen aus der Landwirtschaft strenger geprüft werden.

Was bedeutet das für den Agrarsektor?

Der Agrarsektor steht vor einer großen Herausforderung, insbesondere was die Reduzierung von Stickstoff, Phosphat und Pestiziden im Wasser angeht.

  • Pflanzenschutz: Die Regierung arbeitet daran, die Zulassung von 11 Wirkstoffen, die den Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie entsprechen, in Einklang mit den geltenden Normen zu bringen.
  • Pufferstreifen: Die verpflichtende Einrichtung von Pufferstreifen entlang von Wasserläufen ist eine wichtige Maßnahme, um das Auswaschen von Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln zu verhindern.
  • Baggermanagement: Die Forschung zum wasserqualitätsorientierten Ausbaggern (Ausbaggern zur Beseitigung von Verschmutzungen) wird intensiviert, was Auswirkungen auf die Grabenpflege durch Landwirte haben kann.
  • Düngemittelpolitik: Die Verschärfung des Nitrat-Aktionsprogramms (NAP) ist Teil des Konzepts.

Fazit

Der „Anreiz“ ist groß, da die Nichterreichung der Ziele zu rechtlichen Hindernissen führen kann (Wasser ist das neue Stickstoff). Die kommenden Jahre bis 2027 stehen im Zeichen maximaler Anstrengungen, woraufhin eine Bewertung des erreichten Zustands folgt. Es scheint, dass ein ganzheitlicher Ansatz am wirksamsten sein wird. Dabei muss sowohl die Quelle als auch sicherlich die Behandlungsmethoden betrachtet werden, die in manchen Fällen aus mehreren Techniken bestehen müssen. Vor allem ist der Ansatz von Fall zu Fall maßgeschneidert, wobei mehrere Disziplinen zusammenkommen müssen.

Eine Herausforderung bei diesem Ansatz? Unsere Experten von Agrozone und der Aurora Group unterstützen Sie gerne!

Machen Sie den Wasserscan

Wie ist die Qualität Ihres Wassersystems? Finden Sie es mit nur ein paar Fragen heraus

Machen Sie den Wasserscan

Die Gesetzesänderungen für Gärtner im Bereich des Unterglasanbaus

Was ist vor 2023 und 2027 zu tun?

Suchen Sie etwas anderes?

Oder Artikel nach Kategorie filtern: